Casinos im Vogtland

Casino SpielothekDie Menschheit hat Geldnot! Dass könnte man zum Beispiel denken, wenn man sich solche Casino-Ballungsräume wie Las Vegas anschaut. Dort steht Casino an Casino, Hotels sind nur dazu gebaut worden, um die Spielenden unterzubringen. Aber ich frage mich, warum an einigen Stellen der Erde viele Casinos existieren und in anderen Regionen fast keine Spielbanken existieren?

Ich habe mir mal die besten Casino Seiten in Deutschland angesehen. In unserem Land gibt es über 100 große Casinos (keine Online-Casinos), haufenweise Spielotheken und noch mehr Casinobars (zur Definition komme ich später). Der Hauptgrund für die wenigen Casinos hier liegt wahrscheinlich an der Gesetzeslage. Denn in unserem Lande darf man nur ein Casino betreiben, wenn man eine staatliche Lizenz dafür bekommt. Und das kostet… Der Staat will halt auch mitverdienen. Im Grunde genommen wird hier alles als „süchtig machend“ erklärt, was nicht in staatlicher Hand liegt.

Von den über 100 Casinos in Deutschland fallen gerade mal 8 große aufs Bundesland Sachsen. Schaut man dann etwas näher hin, ist im Vogtland nur noch eine einzige größere Spielbank zu finden. Nämlich die „Spielbank Plauen“ in Plauen :)

WürfelMan bekommt fast das Gefühl, dass die Vogtländer entweder keine Lust am Spielen finden, oder von zu viel Pech verfolgt werden und deswegen nicht dem Spielvergnügen verfallen sind. Jede etwas größere Stadt hat zwar eine Spielothek, aber dort stehen meist auch nur ein paar wenige Spielautomaten herum, wenn überhaupt mal ein einarmiger Bandit zu finden ist…

Je kleiner dann die Städte, desto minimalistischer werden die Spielotheken. So gibt gab es zum Beispiel in Klingenthal eine Casinobar. Das war eher eine normale Bar, die ein paar Spielautomaten, eine Dart-Scheibe und einen Billard-Tisch hatte. Gewinnen konnte man dort an den Automaten nur ein paar Münzen, nichts großes.

Anscheinend lohnen sich fest gebaute Casinos nur in großen Ballungsräumen / Großstädten. Ganz anders sieht es da bei Online-Casinos aus. Die Casino-Seiten liegen hier meist in anderen Ländern mit günstigen Glücksspielgesetzen, sind von überall aus ansurfbar und unterliegen somit nicht deutschem Gesetz. Der Nachteil an den Online-Casinos: es kommen gratis Flash Games zum Einsatz. Man spielt also über eine Software gegen andere Menschen. Diese Leute hat man weder gesehen noch kann man anhand von Reaktionen die Situation einschätzen. Dies ist zum Beispiel beim Pokern ein riesiger Nachteil. Und ein wirkliches Spiel-Gefühl wie in echten Casinos kommt in der Online-Version auch nicht rüber.

Ein sehr großer Nachteil ist meiner Meinung nach auch, dass man dank des digitalen „Spielgeldes“ den Überblick über Ausgaben und Einnahmen schnell verliert, und somit eine potentielle Schuldenfalle geschaffen wird. In einem echten Casino bemerkt man eher, wann langsam das Geld knapp wird bzw. wann es genug ist.

Aber solange man seinen Spieltrieb unter Kontrolle hat, sollte nichts passieren und auch für das weitere Leben genügend Kohle vorhanden sein!



3 Kommentare wurden abgegeben
  1.  
    mr.gene schrieb am

    4. Oktober 2009 @ 14:48

    Hmmm es liegt wohl irgendwie auch daran, dass wir nicht so die Spieler sind…bei den Amis drüben ist das wohl eine etwas andere Mentalität, da haut man mal eben die Dollars raus, entweder man ist danach Millionär oder eben Tellerwäscher, weil der Kies wech is :-/

    Der Staat ist natuerlich auch noch mit dabei, denn wie du schon sagtest: Er will Geld, viel Geld! Da muss ja der Spieler verlieren, denn sonst hat der Casinobetreiber nix, denn der muss ja zahlen egal ob er nun Kundschaft hat oder nicht :-/

  2.  
    alte Kiehvotz schrieb am

    4. Oktober 2009 @ 18:28

    Zur Mentalität: Auf der einen Seite hast du da wohl recht. Aber auf der anderen Seite frage ich mich dann, wie so viele deutsche Bürger vom Onlinepoker o.ä. abhängig sein können. Prinzipiell kann ja jeder Mensch dem Glücksspiel verfallen, nur warum passiert das so oft Online, und weniger in normalen Casinos?

  3.  
    mr.gene schrieb am

    4. Oktober 2009 @ 22:56

    Vermutlich weil es in den OnlineCasinos erstmal nur um virtuelles Spielgeld geht und keinerlei Kosten entstehen (Internetzugang, Strom, Zeit usw. vernachlässigen wir jetzt mal). Wenn das da dann super läuft und man aus seinen 10.000 Startkapital (weiß ich, hatte ich auch mal ^^) dann 100.000 gemacht hat (hab ich nie geschafft :( ) dann geht man vielleicht doch dazu über und investiert einige Euros…dann aber im gewohnten Umfeld, also online.
    Jenachdem wie es dann laeuft und wie abhängig man davon ist eben auch mehr als nur die paar Euros die keinem weh tun.


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