das Vogtland von seiner schönsten Seite

VogtländischBeim Nils von Betrachtungsweise habe ich vor kurzem eine schöne Blogparade gefunden, an der ich hiermit gerne teilnehmen möchte. In der Blogparade fragt der Nils, was wir an unserer Region so besonders lieben oder hassen. Das ist natürlich ein Top Thema für so einen regionsbezogenen Blog wie meinem :)

Wer meinen Blog kennt oder sich den Blogtitel durchgelesen hat, wird schon bemerkt haben, dass es hier unter anderem ein Dialekt-Wörterbuch gibt, welches sich mit der Klingenthaler Sprache und auch mit anderen Dialekten aus der Region beschäftigt. Deswegen kann ich auf die Frage, was mir an meiner Region besonders gefällt, an erster Stelle antworten: Die Sprache!

Denn hier im Vogtland gibt es alle paar Kilometer einen anderen Dialekt. Die Dialekte ähneln sich meist nur in wenigen Worten, klingen sonst fast komplett anders. Und diese Vielfalt liebe ich. Man fährt einfach ein paar Kilometer ins nächste Dorf oder in die nächste Stadt und kann mit Wörtern um sich werfen, die dort fast niemand versteht. Gut, verstehen tun es vielleicht ein paar, aber die richtige Bedeutung kennen nur die „Mundartler“, die diesen Dialekt auch wirklich sprechen gelernt haben. Das finde ich hier so faszinierend an der Gegend.

Mir würde es denke ich sehr schwer fallen, in einer Gegend zu leben, wo über hunderte von Kilometer die selbe Sprache oder der gleiche Dialekt gesprochen wird. Das wäre absolut nichts für mich! Ich brauch Abwechslung!

Braunkohletagebau SokolovEin weiterer Pluspunkt meiner Region ist wohl die örtliche Nähe an die Tschechische Republik. Auch wenn es des Öfteren nach verheizten Kohlen stinkt (da sich hier in der Nähe in Sokolov ein Braunkohletagebau befindet und somit Braunkohle günstig ist) hat die Tschechei doch ihre Vorteile. Günstig tanken, einkaufen und essen kann man hier also immer ;)

Ein weiterer Punkt auf meiner Liste ist die Natur / Umgebung. Das Vogtland ist im Mittelgebirge, sprich: Hier gibt es viele Hügel. Meistens ist man von Bergen umgeben, die zwar eine große Weitsicht einschränken, aber gleichzeitig auch eine gewisse Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen. Die vielen Berge, der große Wald, der hier an allen Ecken und Enden zum Vorschein kommt, und der ein oder andere See Teich, und natürlich die zig Talsperren (Stausee Muldenberg, Talsperre Falkenstein, Talsperre Eibenstock, Talsperre Pöhl und Talsperre Pirk) machen diese Region hier zu einem absoluten Erholungsgebiet!

Klingenthal Aschberg Blick auf den Aschberg in Klingenthal Blick von Vogtland Arena in den Wald leere Talsperre Muldenberg

Nicht zu vergessen sind natürlich die märchenhaften Winter. Viel Schnee gehört zu unserer Region eigentlich dazu! Aber da lasse ich lieber Bilder sprechen:

gefrorene-blume maerchenwald

um die Schneemassen zu demonstrieren, hier nochmal 2 Sommer und Winterbilder:

sommer winter-klingenthal sommer-klingenthal schneemassen

Zum Schluss ist natürlich noch die gute Luft zu nennen (rechne man mal den Gestank von Sokolov heraus), die durch die großen Waldflächen entsteht. Nie würde ich dies mit den Eigenschaften einer Großstadt tauschen wollen.

Ich hoffe, an der Blogparade von Betrachtungsweise nehmen noch viele Blogs teil, und es kommen noch viele schöne Bilder zum Vorschein.

Bisherige Teilnehmer:
Stephan über Wachau in Niederösterreich
Bettina über die Region Mainfranken und Würzburg
Timo schreibt über das Leben im hessischen Hinterland
Lordy über das Ruhrgebiet und Münsterland
Ines über die Wetterau-Landschaft
Christa über Sandhofen
Hans über Köln +-50km
der Benjamin mit seinem Beitrag Mitten in Hessen, im Herzen der EU
Sebastian über Stuttgart



3 Kommentare wurden abgegeben
  1.  

    16. Juni 2009 @ 17:07

    [...] sogar von einer späten Rache Klingenthals gegenüber Sokolov (siehe früherer Beitrag: Braunkohlegestank aus Sokolov). In der Vogtland Arena hörte man aber die begleitende Musik besser, außerhalb konnte man [...]

  2.  

    20. März 2010 @ 18:11

    [...] stinkt, sagen wir Klingenthaler immer, dass die Tschechen wohl wieder heizen. In Anlehnung an den Braunkohletagebau in Sokolov und dem Heizverhalten der Tschechen (viele werden wohl diese „dreckige Kohle“ zum feuern [...]

  3.  

    26. August 2010 @ 23:46

    [...] möchte man bis nächstes Jahr den See noch mehr fluten. Der Wasserpegel des gefluteten Braunkohletagebaus soll noch ca. 4 Meter ansteigen und somit das Baden ermöglicht werden (das war dieses Jahr [...]


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