Bergbau im Erzgebirge kommt wieder in Gange
Im Erzgebirge sollen ab Mitte 2011 wieder kostbare Mineralien abgebaut werden. Nachdem in den Stollen des Erzgebirges früher bereits verschiedene Erze wie zum Beispiel Silbererz, später dann auch Uranerz unter anderem von der SAG Wismut abgebaut wurden, soll in den nächsten Jahren ein neues Bergwerk entstehen, in dem Fluss- und Schwerspat abgebaut wird.
Der Bergbau im Erzgebirge begann irgendwann 1168, als man durch einen glücklichen Zufall Silbererz fand. Schnell entwickelte sich die Erzgebirgs-Region vom Waldgebiet zum Abbaugebiet verschiedenster Gesteine. Anfangs noch unter dem Namen „Dunkler Wald“ bekannt, nannte man die zwischen dem Vogtland und dem Elbsandsteingebirge liegende Region in „Erzgebirge“ um.
Es kamen viele Leute, die sich als Bergmann im Bergwerk eine goldene Nase verdienen wollten. Aber nur wenige erlangten wirtschaftlichen Wohlstand. Im 16. und 17. Jahrhundert kam dann der Bergbau fast zum Stillstand. Hervorgerufen durch gesellschaftliche und politische Probleme (viele Seuchen und Kriege flammten zu dieser Zeit auf) wurden viele Bergwerke geschlossen. Nachdem aber diese Probleme verschwanden, erholte sich die Bergbauindustrie im Erzgebirge rasant, und viele Silberbergwerke nahmen ihre Arbeit wieder auf.
Später dann, mit dem Ende des 2ten Weltkrieges wurde die Sowjetunion auf das Erzgebirge aufmerksam, und baute mit der SAG Wismut Uranerz ab. Doch mit dem Ende der DDR löste sich auch dieser Abbau, und die Bergwerke wurden geschlossen. Lange Zeit galt der Erzabbau im Erzgebirge als unrentabel, sinkende Rohstoffpreise machten einen Abbau fast unmöglich.
Doch nun, wo die Rohstoffpreise wieder steigen, investiert ein Unternehmen aus Halsbrücke rund 12 Millionen Euro in ein neues Bergwerk, welches in Niederschlag bei Bärenstein Fluss- und Schwerspat abbauen soll. In der dortigen Lagerstätte sollen 2,5 Millionen Tonnen des Gesteines abgebaut werden können. Die Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatcompanie Geos GmbH (EFS Geos) möchte anfangs ca. 80.000 Tonnen Rohspat abbauen, später soll die Produktion verdoppelt werden. Bis zu 40 Mitarbeiter sollen eine 2 Kilometer lange Rampe in den Berg treiben, um das Material abzubauen. Nach etwa 900 Metern wäre die Lagerstätte erreicht, meinten Geologen.
Ende 2007 waren wegen der rasant steigenden Rohstoffpreise die Bodenschätze im Erzgebirge wieder ins Gespräch gekommen. Nachdem aber die Finanzkrise die meisten Rohstoffpreise wieder drückte, blieben nur noch wenige Unternehmen übrig, die echtes Interesse am neuen „Berggeschrey“ zeigten. Im Juni 2009 wurde es ebenfalls wieder Lauter um den Bergbau im Erzgebirge, als man einen sehr hohen Goldanteil im Gestein des Erzgebirges feststellte.
Die derzeitige Entwicklung gefällt mir sehr gut. Die Region ist durch den Bergbau erst richtig bekannt geworden, und könnte in den kommenden Jahren wieder in alte Fußstapfen treten.
Allgemein scheint es der Bergbauindustrie in Deutschland nicht so schlecht zu gehen, denn auch im Harz plane man wieder intensiv Bergbau zu betreiben.

3. Februar 2010 @ 18:13
ich finde das gut das wieder bergbau betribben wird weil dadurch auch das erzgebirge interesanter wird
lg