das Kettensägen-Phantom wütet in vogtländischen Wäldern

Kettensägen-Phantom aus dem VogtlandEs klingt wie ein typischer Horror-Film, passiert aber in der Realität: In den Wäldern des Vogtlandes schleicht ein bislang unbekannter Kettensägen-Mann (oder Frau) herum und treibt hier sein Unwesen. Während in Horror-Filmen wie „Texas Chainsaw Massacre“ Menschen dem Kettensägen-Phantom zum Opfer fallen, sind die Opfer im Vogtland Bäume.

Bislang hat der unbekannte Baum-Ripper bereits 18 Bäume gefällt, ohne dass ihn jemand dabei beobachtet hat. Das Kettensägen-Phantom fällt aber nicht irgendwo im Wald Bäume, sondern wählt meist Opfer aus, die an gut befahrenen Waldwegen wachsen. Umso erstaunlicher ist, dass bisher noch niemand den Täter zu Gesicht bekam.

Tatorte des vogtländischen Kettensägen-MannesMittlerweile liegen der Polizeidirektion Südwestsachsen bereits 13 Anzeigen vor, bei dem die gefällten Bäume auf die Straße stürzten und so den Verkehr blockierten. Da die Tatorte des Kettensägen-Phantoms im Vogtland verteilt sind, geht die Polizei davon aus, dass der Täter wahllos zuschlägt. Betroffen sind sowohl staatliche als auch private Waldstücke. Auch bei der Baumart kann man kein Muster erkennen. Egal ob Laub- oder Nadelbaum, das Phantom metzelt, was ihm vor die Säge kommt.

Was auch für einen Laien spricht ist die Schnittführung des Täters. Er sägt den Stamm irgendwie ab und bringt sich damit selbst in Lebensgefahr. Profis schneiden erst einen Keil in den Stamm des Baumes, setzen dann an der anderen Seite des Stammes an und sägen durch. So wird sichergestellt, dass der Baum in Richtung des Keiles fällt. Beim normalen (laienhaften) durchsägen mit der Kettensäge kann es passieren, dass diese sich im Schnitt verkeilt oder noch schlimmer, dass der Baum unkontrolliert umfällt.

Nicht alle Bäume des Rippers sind bisher auf Straßen gestürzt, auch Schonungen wurden durch die umfallenden Bäume beschädigt. Dadurch mussten bereits Zäune ausgetauscht und einige Bäume neu gepflanzt werden. Der Schaden des Kettensägen-Phantoms stieg so schon auf mehrere Tausend Euro.

Damit dem Baum-Ripper endlich das Handwerk gelegt werden kann, sucht die Polizei Südwestsachsen dringend Zeugen. Denn obwohl schon mehrere Zeitungen wie zum Beispiel sz-online oder die Freie Presse darüber berichtet haben, gibt es immer noch keine Spur. So werden wohl noch weitere Bäume dem Kettensägen-Phantom zum Opfer fallen.



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