weitere Gebäude in Klingenthal sollen abgerissen werden

Gaststätte zum Grünen Baum in KlingenthalBereits vor einigen Monaten berichtete ich immer mal wieder über diverse Abriss-Arbeiten in Klingenthal, so zum Beispiel über den Abriss der Schlossmeinel-Fabrik in der Nähe des Bahnhofes oder den Abriss des alten Gymnasiums in Klingenthal.

Zwischenzeitlich wurden in Mühlleithen auch die alten Finnhütten hinter dem Buschhaus abgerissen. Natürlich sollten das nicht die letzten Gebäude in Klingenthal sein, die dem Erdboden gleich gemacht werden. Geplant war zum Beispiel noch der Abriss des alten Injecta-Gebäudes oder auch die alte Holzbau-Schabracke. Außerdem sollte auch irgendwann die alte Gaststätte zum grünen Baum verschwinden.

alte Injecta-Fabrik in KlingenthalAber diesen Abriss-Plänen wurde jetzt wohl wieder mal ein Dämpfer verpasst: Der Freistaat Sachsen hat angekündigt, massive Sparmaßnahmen durchzuführen. Unter anderem sollen viele Fördermittel für den Abbruch von Industriebrachen gestrichen werden.

Unser neuer Bürgermeister Enrico Bräunig (SPD) meinte, dass die Einsparungen des Freistaates unsere Stadt Klingenthal hart treffen würde. Denn aus eigenen Mitteln kann sich die Stadt die Abrisskosten nicht leisten. Das Ende vom Lied wäre, dass die Bruchbuden weiterhin vor sich hin gammeln und so nicht wirklich eine Augenweide für Touristen wären.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Meinung des Freistaat Sachsens (oder vielmehr die Meinung der Entscheidungsträger) nicht doch noch zu dem Thema ändert.



5 Kommentare wurden abgegeben
  1.  
    Stefan schrieb am

    27. Juli 2010 @ 22:19

    Prinzipiell ist es ja nicht schlecht wenn einige Ruinen verschwinden die die Region verschandeln, aber es wäre durchaus auch schön, wenn neue in die Region passende Gebäude gebaut werden und somit vor allem der Tourismus im Vogtland weiter gefördert wird.

  2.  
    alte Kiehvotz schrieb am

    27. Juli 2010 @ 22:46

    Das ist richtig, neue Gebäude sollten natürlich die leeren Flächen irgendwann wieder “verschönern”. Aber ich sehe das eher etwas skeptisch. Wer wird denn freiwillig in unsere Region investieren? Der Altersdurchschnitt erhöht sich immer mehr, der Tourismus-Zweig ist hier im Vogtland (meiner laienhaften Meinung nach) ein absoluter Nischenzweig (im Vergleich zu manch anderer Ferienregion, z.B. sächsische Schweiz, Bayrischer Wald usw.) und auch wenn diese Geldquelle ständig zunimmt wird es noch lange dauern, bis hier alles “Rund bei dieser Sache” läuft.

    Ich möchte da nur mal auf die Wintersportregion Klingenthal hinweisen, welche nicht mal eine funktionierende Eisbahn besitzt aber dafür eine Stadthalle, die vor sich hingammelt…

  3.  
    D. B. schrieb am

    31. Juli 2010 @ 15:00

    Ein Gebäude wie die ehemalige Gaststätte zum grünen Baum mit wirklichen “Bruchbuden” wie dem Injecta-Gebäude gleichzusetzen halte ich für den falschen Ansatz. Vielmehr sollten stadtbildprägende Bauten mit allen Mitteln erhalten und für neue Funktionen umgenutzt werden (negatives Bsp. Gymnasium).

    Ein Neubau zerstört in vielen Fällen die Harmonie einer Straßenflucht und kostet u. U. genau so viel wie die Sanierung eines Altbaus.

    Das “Alte” wird von einigen Menschen gerne mit Begriffen wie angestaubt und hässlich in Verbindung gebracht. Die Geschichts- und Erinnerungsdimension wird hierbei übersehen.

    Wenn Klingenthal so weiter macht, wird die Stadt keine Stadt mehr sein sondern nur noch ein zerfallendes Konstrukt ohne Bedeutung. Oder ein Dorf übersäht mit Gewerbe und Konsumtempeln.

  4.  
    alte Kiehvotz schrieb am

    1. August 2010 @ 18:31

    Im Grunde genommen das richtig, man kann ein Gebäude, welches Klingenthal in gewisser Art und Weise geprägt hat nicht mit einer heruntergekommenen Fabrik-Anlage “ohne größeren Wert” gleichsetzen. Aber man muss halt auch immer den Kostenfaktor beachten. Da die Stadt permanent Geldlos bzw. verschuldet ist, kann man eine teure Restaurierung meiner Meinung nach nicht in Betracht ziehen. Abreißen ist halt billiger als ein über Jahrzehnte verfallenes Gebäude wieder aufzubrezeln.

    Die Gaststätte zum Grünen Baum ist heute noch in aller Munde (“drontn am grinn Baum…”), trotzdem würde ein wiederaufbau nur Sinn machen, wenn wieder etwas neues ins Gebäude einzieht und es mit neuem Leben füllt. Hätte die Stadt tausende Euros im Jahr übrig, würde die Situation natürlich ganz anders aussehen. Aber momentan hat man ja nicht mal genügend finanzielle Mittel, um die Brachen aus eigenen Mitteln abzureißen!

  5.  

    18. August 2011 @ 12:49

    der Abriss des Grünen Baumes in Klingenthal…

    Wer die letzten Wochen durch Klingenthal gefahren ist, wird sicherlich bemerkt haben, dass der Abriss des Grünen Baums nun begonnen hat. Seit 01. August ist man mit den Abrissmaßnahmen der ehemaligen Gaststätte beschäftigt. Gut 80 J…

    [Mehr unter der Abriss des Grünen Baumes in Klingenthal]


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